Ausschnitt aus dem Gemälde „Ron the Dipper!“: beige Leinwand mit schwarzen, weißen und ockerfarbenen Schlieren

Leben und Werk

Ronald Edward Johnson

1930 – 2020 · Maler · Bildhauer

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Kapitel I · 1930 – 1949

DetroitundSt. Louis

Die Kindheit

Detroit, Michigan12. November 1930St. Louis, Missouri

Geboren 1930 in Detroit

Ronald Edward Johnson kam am 12. November 1930 in Detroit zur Welt (Geburtsstaat Michigan laut Volkszählungen), als Sohn einfacher Leute, wie es 1968 in der Zeitung hieß. Aufgewachsen ist er in St. Louis, Missouri, im Haushalt seiner Großeltern Henry und Ollie McMerty: Die Volkszählungen von 1940 und 1950 führen ihn dort als Enkel, und 1956 nannte eine Pressemitteilung seines Armeestandorts dieselben Großeltern (Baltimore Afro-American, 28. April 1956). Seine Mutter Idamae zog um 1951 nach Toledo, Ohio, wo ihr Vater, gebürtig aus Cairo, Illinois, seit etwa 1929 lebte; er starb dort 1961, sie 1996 (Toledo Blade, 10. Mai 1954, 27. Juni 1961 und 30. Oktober 1996). Er hatte einen älteren Bruder. Die Großmutter Ollie, bei der er aufgewachsen war, starb im Frühsommer 1958 in St. Louis, der Stiefgroßvater Henry im Mai 1962 (Beerdigungslisten im St. Louis Post-Dispatch, 8. Juni 1958, und im St. Louis Globe-Democrat, 23. Mai 1962). Nach Ronalds eigenen Erzählungen stammte sein Großvater väterlicherseits aus England, die Großmutter väterlicherseits aus Jamaika; Dokumente dazu sind bisher nicht bekannt.

Seine Witwe, Elsbeth Michel-Johnson, erzählt von einer harten Jugend. Nach ihrer Erzählung lebte er als Jugendlicher in Harlem, New York, und erlebte dort Gewalt, auch durch die Polizei. Mit zwölf Jahren arbeitete er beim Bau von Eisenbahnschienen, mit vierzehn kehrte er nach Hause zurück. Danach ging er wieder zur Schule und erhielt ein Stipendium, während Freunde von ihm ums Leben kamen. Die Zählungen von 1940 und 1950 verzeichnen ihn jeweils in St. Louis.

In den Jahrbüchern der Sumner High School in St. Louis, der ersten High School für Schwarze Jugendliche westlich des Mississippi, steht 1948 und 1949 ein Ronald Johnson im Turnteam von Trainer Arthur L. Washington („The Maroon and White“ 1948, S. 72–86, und 1949, S. 73). Einen Abschluss an Sumner verzeichnen die Jahrbücher 1946 bis 1952 nicht. Seinen Abschluss machte er an der Vashon High School, der zweiten High School für Schwarze Jugendliche der Stadt, mit der Januar-Klasse 1951 – so gab er es 1956 auch selbst an. Bei der Abschlussfeier am 24. Januar 1951 war er einer von drei Schülerrednern (St. Louis Argus, 19. Januar 1951, S. 13). Sechs Tage nach der Feier reiste er nach Bloomington ab, die Fahrt bezahlt aus Spenden von Lehrern (St. Louis American, 1. Februar 1951, S. 5). An seiner Schule, der Vashon High School, unterrichtete damals der Bildhauer Houston Chandler Kunst, dessen „Gorilla“ heute zur Sammlung des Saint Louis Art Museum gehört.

Ausschnitt aus dem Jahrbuch der Sumner High School 1949: junge Turner im Unterhemd, hintere Reihe links laut Bildunterschrift Ronald Johnson
Turnteam der Sumner High School, St. Louis, 1949. Laut Bildunterschrift hinten links: Ronald Johnson. Jahrbuch „The Maroon and White“ 1949, S. 73 (St. Louis County Library).

„Er hatte ein sehr bewegtes Leben.“

Elsbeth Michel-Johnson, seine Witwe. Über seine Kindheit selbst sprach er wenig, so ein Porträttext um 2007.

Kapitel II · 1951 – 1955

Indiana UniversityBloomington

THE ARBUTUS · 1955

Jahrbuchporträt von Ronald Edward Johnson im Sakko mit Krawatte, Abschlussjahrgang 1955
Johnson, Ronald Edward, B.S.

Kunsterziehung

Laut einem Zeitungsbericht von 1968 ging Johnson mit einem Stipendium an die Indiana University in Bloomington und studierte Kunsterziehung. Er reiste am 30. Januar 1951 aus St. Louis nach Bloomington, zum zweiten Semester des Studienjahres (St. Louis American, 1. Februar 1951), und turnte schon im März 1951 als Studienanfänger im Universitätsteam (Daily Herald-Telephone, Bloomington, 24. März 1951). Im Juli 1952 ließ er sich in St. Louis eine Heiratslizenz ausstellen (St. Louis Post-Dispatch, 15. Juli 1952); 1956 lebte er mit seiner Frau, die aus St. Louis stammte, und zwei Kindern in Aberdeen. Am Founders Day, dem 7. Mai 1952, erhielt er eine Urkunde für hohe Studienleistungen im vorangegangenen Jahr. Für 1952/53 stand er auf der Dean's List der Universität; die Ehrung beim Founders Day 1954 meldete sogar die Toledo Blade, die Zeitung am Wohnort seiner Mutter (10. Mai 1954). Am 13. Juni 1955 schloss er als Bachelor of Science in Education ab; das Jahrbuch führt ihn mit dem Fach Fine Arts Education.

St. Louis, Mo. · B.S. Fine Arts Education · Gymnastics, Swimming

Eintrag im Abschlussjahrgang, Arbutus 1955, S. 448

„horizontal wizard“

Arbutus, Jahrbuch 1955. Sinngemäß: der Zauberer am Reck.

GYMNASTICS

Im Turnteam der Universität

Von 1951 bis 1955 turnte Johnson in der Universitätsmannschaft; die Sportgeschichte der Universität „Glory of Old IU“ (1999) führt ihn als Letterman im Männerturnen der Jahre 1952, 1953 und 1954, also der Saisons 1951/52 bis 1953/54 (S. 250). In der Saison 1953/54 führte er sie zusammen mit Frank Feigl an, sein Spezialgerät war laut Jahrbuch der Barren; im Jahrbuch 1955 ist er am Reck zu sehen. Bei den Big-Ten-Meisterschaften in Columbus wurde er am 13. März 1954 Achter am Boden und am Reck, und als einziger Turner der Universität war er für die nationale Hochschulmeisterschaft (NCAA) am 2. und 3. April 1954 in Champaign, Illinois, gemeldet, am Barren und am Reck; die Bloomingtoner Zeitung nannte sie irrtümlich „National AAU“ (Daily Herald-Telephone, 2. April 1954; Des Moines Register, 4. April 1954). Für 1953/54 erhielt er den Balfour Award der Universität, als „high scorer“ seiner Mannschaft, der in zwei Geräten „12th in the nation“ gewesen sei (Daily Herald-Telephone, 29. Juni 1954; ebenso „Glory of Old IU“, S. 118). Ein gegnerischer Trainer nannte ihn im Januar 1955 „their star, Ron Johnson“ (The Minnesota Daily, 28. Januar 1955). Schon als Student unterrichtete er selbst, die früheste bekannte Lehrtätigkeit: Für die samstäglichen Kurse in Bodenturnen und Trampolin für Jungen, die im Januar 1954 begannen, kündigte die Bloomingtoner Zeitung an: „Ronnie Johnson, a member of the I.U. gym team, will be the instructor“ (Daily Herald-Telephone, 15. Januar 1954, S. 4).

16. Januar 1954, Wettkampf gegen Iowa und Minnesota: Johnson holt am Barren den einzigen Gerätesieg seines Teams. Am Ende der Übung stürzt er vom Gerät und erfährt erst eine Stunde später, dass er gewonnen hat.

Nach dem Indiana Alumni Magazine, Februar 1954; als Agenturmeldung („Gymnast Kayoes Himself Winning“) auch in The Daily Herald, Biloxi, Mississippi, 10. Februar 1954
Mannschaftsfoto des Turnteams der Indiana University vom Januar 1953, die Turner in Trikots mit dem Schriftzug INDIANA; Johnson vorn, Zweiter von links
Turnteam, 14. Januar 1953. Johnson vorn, Zweiter von links.
Ron Johnson im Handstand auf dem Reck, Schwarzweißfoto aus dem Jahrbuch 1955
„Ron Johnson, horizontal wizard“. Arbutus 1955, S. 292

Indiana University

Die Urkunden

Urkunde der Indiana University zum Founders Day am 7. Mai 1952 für Ronald Edward Johnson, in Anerkennung hoher Studienleistung
Founders Day, 7. Mai 1952: Auszeichnung für hohe Studienleistung
Diplom der School of Education der Indiana University: Bachelor of Science in Education für Ronald Edward Johnson, Bloomington, 13. Juni 1955, unterschrieben von Präsident Herman B Wells
Diplom vom 13. Juni 1955, unterschrieben von Präsident Herman B Wells

FINE ARTS · FACULTY

Seine Lehrer

Schon 1956 gab Johnson an, an der Indiana University Bildhauerei bei Robert Laurent studiert zu haben, dem „Pionier der Holzskulptur in den Vereinigten Staaten“; unter Laurent sei Holz sein Material geworden (Baltimore Afro-American, 28. April 1956). Auch George Rickey und David Smith gehörten zu seinen Lehrern; alle drei unterrichteten in seinen Jahren in Bloomington. Bei David Smith war er Meisterschüler.

IU 1942 – 1960

Robert Laurent

Bildhauer, der direkt in Stein und Holz arbeitete. Schon 1956 gab Johnson an, bei Laurent Bildhauerei studiert zu haben. 1954/55 lehrte Laurent an der American Academy in Rome; in Bloomington vertrat ihn David Smith.

IU 1949 – 1955

George Rickey

Maler, später bekannt für seine kinetischen Skulpturen. Als Johnsons Lehrer nennen ihn der Fürther Katalog 2003 und die Main‑Post 2010.

IU 1954 – 1955

David Smith

Bildhauer des amerikanischen Abstrakten Expressionismus. 1954/55 vertrat er in Bloomington Robert Laurent und baute auf dessen Einladung die Metallbildhauerei auf (Decatur Daily Democrat, 16. Juli 1954 und 10. März 1955). Es war Johnsons Abschlussjahr; er war Smiths Meisterschüler.

Kapitel III · 1955/56 – 1961

US Army

Laut einem Galerietext nahm Johnson schon während des Studiums an einem Offiziersprogramm teil. Nach dem Abschluss wurde er Reserveoffizier des Ordnance Corps, der Waffen- und Nachschubtruppe: „commissioned in the Army Ordnance Corps for a two-year tour of active duty“, wie es 1956 in einer Pressemitteilung seines Standorts hieß (Baltimore Afro-American, 28. April 1956). Es wurden mehr als zwei Jahre. 1956 war er Leutnant an der Ordnance School des Aberdeen Proving Ground in Maryland. 1957 war er Oberleutnant in der 578th Ordnance Company in Fort Riley (Kansas); im Dezember 1957 wurde er in den Pazifikraum (Korea) versetzt (Armed Forces Journal, 30. November 1957; Army Times, 7. Dezember 1957). Die Kompanie selbst blieb in den Vereinigten Staaten; in der Familie wird erzählt, er sei zwei Jahre in Tokio gewesen. Um 1959 bis 1961 war er in Fort Totten, New York, stationiert; am 24. Januar 1961 wurde er mit Special Order 22 zum Captain befördert (Army Times, 28. Januar 1961). In den Army Registers der Berufsoffiziere steht er nie.

DIENSTWEG · KARTEIKARTEORDNANCE CORPS

JOHNSON, RONALD E.

   1955 · B.S., 2ND LT., ORDNANCE CORPS (RESERVE)

04/1956 · ORDNANCE SCHOOL, ABERDEEN, MD

04/1956 · EINZELAUSSTELLUNG, ART STUDIO

   1957 · 1ST LT., 578TH ORD. CO., FORT RILEY, KS

12/1957 · VERSETZT: PAZIFIKRAUM (KOREA)

UM 1959 · FORT TOTTEN, N.Y.

01/1961 · CAPTAIN, SPECIAL ORDER 22

07/1961 · FORT TOTTEN, N.Y. → DEUTSCHLAND

Zusammengestellt nach der Pressemitteilung des Aberdeen Proving Ground (Baltimore Afro-American, 28. April 1956) und den Versetzungs- und Beförderungslisten in Army Times und Armed Forces Journal 1957 bis 1961 (1957 aus der 578th Ordnance Company, Fort Riley, nach Korea; Special Order 22 vom 24. Januar 1961).

Schematische Route: 1956 Aberdeen Proving Ground, Maryland; 1957 Fort Riley, Kansas, in der 578th Ordnance Company; im Dezember 1957 Versetzung in den Pazifikraum (Korea); um 1959 bis 1961 Fort Totten, New York; 1961 Deutschland MARSCHROUTE 1956 – 1961 ABERDEEN, MD FORT RILEY, KS KOREA FORT TOTTEN, NY → DEUTSCHLAND
Schematische Darstellung, nicht maßstäblich. Stationen nach der Pressemitteilung von 1956 und den Versetzungslisten von 1957 und 1961: Fort Riley mit der 578th Ordnance Company, im Dezember 1957 Versetzung nach Korea, Fort Totten um 1959 bis 1961.

ABERDEEN PROVING GROUND · 1956

Die früheste bekannte Einzel­ausstellung

Vom 22. April bis zum 6. Mai 1956 zeigte Leutnant Johnson im Art Studio des Aberdeen Proving Ground in Maryland seine früheste bekannte Einzelausstellung: drei Holzplastiken in Schwarznuss, vom Realismus zur abstrakten Form; Drahtmobiles und Stabiles aus Mahagoni, Lötdraht, Kleiderbügeln und Blechdosen; Ölbilder, Zeichnungen, einen Raumteiler aus Kistenholz und Glas, Keramikschmuck, Töpferei und Weberei. Wiederkehrendes Motiv war der abstrakte Fisch, in Öl, Keramik, Holz und Draht.

Er lebte damals mit seiner Frau aus St. Louis (Heiratslizenz Juli 1952) und zwei Kindern in Aberdeen. In den fünf Jahren zuvor hatte er bereits in Indiana, Kentucky, Missouri und New York ausgestellt. Die Ausstellung ist zwölf Jahre älter als der erste deutsche Zeitungsbericht von 1968, der seine Werke noch für unausgestellt hielt.

Baltimore Afro-American, 28. April 1956, S. 15, „One-man art show now at Aberdeen“ (Newspapers.com, Abo); The Baltimore Sun, 28. April 1956, S. 8 (Newspapers.com, Abo)

The Baltimore Afro-American28. April 1956 · S. 15

One-man art show now at Aberdeen

Zeitungsfoto von 1956: Leutnant Ronald E. Johnson über einem Drahtmobile, dahinter eine Figurenplastik

„2nd LT. RONALD E. JOHNSON“ – Bildunterschrift des Afro-American. Das Foto zeigt Johnson über einem Drahtmobile, dahinter eine Figurenplastik und ein Drahtfisch an der Wand.

„MAN AND MOBILE – Lieut. Ronald E. Johnson paints a mobile part of his one-man exhibit at the Art Studio, Aberdeen Proving Ground.“ – Bildunterschrift der Baltimore Sun zum selben Foto.

Es ist das früheste bekannte Bild Johnsons bei der Arbeit.

Schwarzweißfoto: Johnson in Uniform gibt einem älteren Offizier die Hand, auf dem Tisch zwei Pokale für das 3-Meter-Kunstspringen in Fort Totten
Fort Totten, New York: Johnson (links) mit den Pokalen für den ersten Platz. Der Gratulant ist Col. Frederick T. Berg, stellvertretender Standortkommandant.

ARMY · SPORT

Sieg vom 3‑Meter‑Brett

Der Turner aus Bloomington war auch Wasserspringer. Die Pokale auf dem Foto aus Fort Totten im New Yorker Stadtteil Queens tragen die Aufschrift „Fort Totten – 1st Place – 3 Meter Springboard Dive“; die Übergabeszene lässt auf seinen Sieg bei einem Standortwettkampf schließen, im Sommer 1959 oder 1960. Im Januar 1961 wurde er Captain (Hauptmann).

Ausschnitt aus der Army Times vom 22. Juli 1961: Liste der Auslandsversetzungen im Ordnance Corps mit Capt. R. E. Johnson, Fort Totten, nach Deutschland
Army Times, 22. Juli 1961, Ordnance Corps, Captains: „Johnson, R E USAG 1362 Ft Totten to Ger“ (von Fort Totten nach Deutschland)

FORT TOTTEN · KUNSTSPRINGEN 3 M

Kapitel IV · 1961 – 1985

Deutschland

Im Sommer 1961 kam Captain Johnson nach Deutschland, als Offizier der 88th Ordnance Company in Hanau. Aus dem Offizier wurde ein Lehrer für Kunst und Handwerk: 1963 schied er aus der Army aus und wurde Crafts Director, Leiter für Kunsthandwerk, in Landstuhl (Zeitungsbericht aus Lendershausen, um 1986). 1968 unterrichtete er laut einem Zeitungsbericht als Kunstgewerbelehrer der US Army in Worms und wohnte in Ludwigshafen. Spätestens im Sommer 1969 leitete er die neu renovierte Bastelwerkstatt (Craft Shop) der Special Services in den Ledward Barracks in Schweinfurt, wo er auch Möbel baute und einen Ölmalkurs plante; so beschrieb es die European Stars and Stripes am 25. Dezember 1969, ohne einen Dienstgrad zu nennen. Von 1969 bis 1985 war er dort Crafts Director, seit 1976 leitete er außerdem die amerikanische Abendschule in Schweinfurt (Zeitungsbericht aus Lendershausen, um 1986). Die Jahrbücher der amerikanischen Schulen in Schweinfurt und Würzburg nennen ihn nicht; seine Werkstatt gehörte also zur Truppenbetreuung, nicht zu einer Schule.

1961
Hanau, 88th Ordnance Company
1963
Crafts Director in Landstuhl, Kunstgewerbelehrer der US Army
1968
Wohnung in Ludwigshafen, Unterricht in Worms
1969
Schweinfurt, Ledward Barracks: Leiter der Bastelwerkstatt der Special Services (Stars and Stripes, 25. Dezember 1969, S. 9)
bis 1985
Crafts Director bei der US Army in Schweinfurt, ab 1976 auch Leiter der amerikanischen Abendschule
Jahrgang 94Dienstag, 20. August 1968Ludwigshafen am Rhein

Schwarze Kunst aus Ludwigshafen

Von Egon W. Scherer

Zeitungsfoto von 1968: Ronald E. Johnson, die Hand an der Stirn, vor einer stehenden Holzfigur
Originalunterschrift: „Vom Hauptmann zum Kunstgewerbelehrer: Maler Ronald E. Johnson“

Der Journalist Egon W. Scherer lernte Johnson zufällig in einer Ludwigshafener Gaststätte kennen. In dessen Wohnung in der Stadtmitte, in der Johnson mit seiner Frau lebte, fand er eine Fülle eigener Werke, die laut dem Artikel noch nie öffentlich ausgestellt worden waren. Das kann nur für Deutschland gelten: In den Vereinigten Staaten hatte Johnson schon 1956 eine Einzelausstellung gezeigt (Kapitel III).

Scherer beschreibt einen Mann, der mit einem Stipendium an der Universität von Indiana Kunst studiert hatte und es danach in der Armee bis zum Hauptmann brachte. Täglich fuhr Johnson inzwischen von Ludwigshafen nach Worms, um interessierten Armeeangehörigen künstlerischen und kunsthandwerklichen Unterricht zu geben.

Aber Soldat zu sein, „das war nicht mein Beruf, entsprach nicht meiner Art“, sagte Johnson.
Originalausschnitt des Zeitungsartikels „Schwarze Kunst aus Ludwigshafen“ vom 20. August 1968
Der Originalausschnitt; der Fließtext ist bewusst unkenntlich gemacht.

Der Artikel verwendet die Sprache seiner Zeit, darunter Begriffe, die heute als rassistisch gelten. Wir zeigen den Ausschnitt deshalb als Dokument und zitieren nur in Auszügen. Die Zeitung ist der „General-Anzeiger für den Großraum Ludwigshafen“.

Die Siebziger

Johnson unterrichtete, malte, fuhr Tourenmotorrad und Ski.

Farbfoto aus den 1970er Jahren: Johnson mit Bart, Lederjacke, Helm und Sonnenbrille auf einem Tourenmotorrad mit Koffern, im Hintergrund ein Stadtbus
Auf Tour, 1970er Jahre
Farbfoto aus den 1970er Jahren: Johnson lachend auf Skiern, in grüner Jacke und gestreifter Skihose mit Wollmütze
Im Schnee, 1970er Jahre
Detail eines Reliefbildes von Johnson: pastose, faserige Farbschichten in Weiß, Ocker und Rot
„Impasto“ (Detail), um 1980

Kapitel V · 1985 – 2020

Das Atelier in FrankenHofheim · Gernach

„Ein Bildhauer, der malt“

So sah er sich selbst. Unter diesem Titel porträtierte ihn die Main-Post 2010.
Flaches Atelierhaus mit großen Fenstern hinter einem Garten mit Sonnenblumen, Fingerhut und einem kleinen Teich
Haus und Garten in Franken

Freischaffend ab 1985

1985 hörte Johnson auf zu unterrichten und lebte fortan als freischaffender Künstler. Von 1992 bis 1995 machte er bei einem Schweinfurter Goldschmiedemeister eine Lehre zum Goldschmied (Main-Post, 30. Oktober 2002). Schon seit etwa 1974 lebte er in Lendershausen bei Hofheim in den Haßbergen (Quer, 1998: „seit 24 Jahren“), ab 1998 in Gernach (Gemeinde Kolitzheim, Landkreis Schweinfurt); dort hatte er spätestens 2002 sein Atelier. Er war Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Unterfranken.

Wer ihn in Gernach besuchte, fand im Haus überall Bilder, auf dem Boden, an den Wänden, in Regalen, dazwischen Skulpturen. Von sich selbst sagte er, dass er immer arbeite, dass Arbeit alles sei.

Ronald E. Johnson mit grauem Bart, im grauen Sakko und blau karierten Hemd
Ronald E. Johnson im Jahr seines 80. Geburtstags, 2010. Foto aus dem Nachlass.
Johnson im karierten Hemd malt eine große Leinwand mit grünen Farbbahnen
Im Atelier in Gernach, 2002: die ersten Farbbahnen auf einer großen Leinwand.
Johnson am Werktisch zwischen Regalen, Farbflaschen und Papieren
Am Werktisch im Gernacher Atelier, 2002. Fotos aus dem Nachlass.

Marmorstaub, Farbtube, Malmesser

Zuerst gab er der Leinwand einen Körper, eine Struktur, auf die er die Farbe setzte; nach einem Galerietext spachtelte er dafür Marmorstaub mit Bindemittel auf. Über einen leuchtend roten, blauen oder gelben Grund ließ er Linien direkt aus der Farbtube wuchern, in Schlingen, Rinnsalen und Schlaufen. War alles getrocknet, schliff er das Bild mit dem Malmesser ab und arbeitete einzelne Linien mit dem Pinsel nach.

Nach einem Galerietext, der Main-Post (2011) und der Kunsthistorikerin Eva-Suzanne Bayer (2003).

Licht über die Fläche führen: Maus bewegen; auf dem Handy wandert es von selbst.

„Beim Bildhauen arbeitest du mit einem Objekt, das ist real. Beim Malen hast du die Leinwand, und die ist nur Symbol für ein Objekt.“

Ronald E. Johnson, Main-Post, 31. März 2011

Werkgruppen

Malerei

Acryl und Mischtechnik auf Leinwand, auf strukturiertem, teils reliefartigem Grund; daneben Hinterglasmalerei. Geschüttete und gespachtelte Bilder, Farbfelder, Reliefs in Gold und Bronze, dunkle Nachtstücke. 2002 ist eine Serie von „Brücken‑Bildern“ erwähnt. Nach eigenen Erzählungen ist Johnson Jackson Pollock begegnet; in einem eigenen Text nennt er Pollock, Thiele und Max Beckmann als Künstler, von denen er viel lernen konnte.

Skulptur

Carrara-Marmor, Kalkstein und Holz: Linde, Mahagoni, Pappel. Weiche Körperformen, die an Henry Moore erinnern, Yin-Yang-Formen mit scharfen Graten und Durchbrüchen, aus groben Steinquadern gearbeitete Dreiecksflächen. Die Oberflächen sind glatt und fein poliert.

Schmuck

Seit seiner Ausbildung zum Goldschmied fertigte er Schmuck in organischen Formen, den er 2002 in seinem Atelier in einer eigenen Vitrine zeigte.

Der Ausstellungstext der Fürther Kunst-Begegnungen 2003 stellte beides gegenüber: Die Skulpturen zeigten „große Disziplin und äußerste Präzision“, seine Bilder „scheinen … förmlich zu explodieren“.

Aus dem Atelier

Werke aus seiner früheren Website.

Abstraktes Gemälde in Blau mit weißen Schlieren Rotes Farbfeld über schwarz-roter Fläche Blaue, vorhangartige Formen Goldrelief aus fünf Feldern mit blauen und kupfernen Strukturen Reliefbild in Blau, Grün und Violett Dunkles Reliefbild in Blau und Schwarz Helles Bild aus sandfarbenen Quadraten Nachtstück: dunkle Landschaft mit hellem Mond Rostbraune, waagerecht geschichtete Fläche Relief mit zeichenartigen Formen in Bronze Abstraktion in Nachtblau mit hellen Rissen Zweiteiliges Bild mit schwarzen und blauen Schüttungen Grau-schwarze Wolke über weißem Grund Nachtstück: Stadtsilhouette mit hellem Mond Helle Fläche mit dunkler, geschwungener Linie Konzentrische Kreise in Bronze und Schwarz
Hohe, schlanke Steinskulptur von Johnson auf einer Wiese im Stadtgraben von Tauberbischofsheim
Ohne Titel, 2005, Stadtgraben Tauberbischofsheim, gestiftet vom Rotary Club. Die Arbeit vom Bildhauersymposium am Froschgraben im Juli 2005, bei dem die Jury seine Sandsteinfigur für den Ankauf durch die Stadt auswählte.
Johnson mit Hut, Schutzbrille, Atemmaske und Gehörschutz schleift eine hohe helle Steinstele
Bei der Arbeit an einer Steinstele, um 2005. Foto aus dem Nachlass.
Ringförmige Skulptur aus hellem, grau geädertem Marmor auf dunklem Steinsockel
Marmor auf dunklem Sockel, Höhe 38 cm

2003

Das Jahr der Ausstellungen

2003 zeigte Johnson seine Arbeiten an drei Orten: in der Glashalle auf der Maininsel in Schweinfurt, bei den Fürther Kunst-Begegnungen im Schloss Burgfarrnbach und in der Galerie Schulgasse 18 in Eibelstadt. Die Fürther Nachrichten beschrieben ihn als Senior und Schwerpunkt der Fürther Ausstellung.

„Ronald E. Johnson ist ein Magier. Er bringt Steine zum Schweben, Bilder in Bewegung, treibt Linien ins Relief.“

Eva-Suzanne Bayer, Main-Post, 14. September 2003
Johnson 2003 mit blauem Hut und schwarzem Shirt vor einem seiner blau-gelben Gemälde, lächelnd
Vor einem seiner Bilder, Fürth 2003
Johnson im Hof von Schloss Burgfarrnbach beim Aufbau, eine weiße Marmorskulptur hängt an einem Kran
Aufbau im Schlosshof
Ausstellungsraum mit einer hohen weißen Skulptur und gerahmten dunklen Gemälden
In der Schlossgalerie
Dunkelblaues Gemälde an einer weißen Wand, davor eine weiße Marmorskulptur auf einem Sockel
Gemälde und Marmorskulptur in einer Ausstellung, Foto aus dem Nachlass (undatiert)
Gemälde mit Farbfeldern in Blau, Gelb, Grün und Orange an einer hellen Wand
Gemälde mit Farbfeldern in einer Ausstellung, Foto aus dem Nachlass (undatiert)

In seinen Worten

„Ich bin süchtig nach der Atmosphäre im Atelier.“

„Ich lasse mich ganz von meiner Intuition treiben.“

Viele seiner Werke tragen keinen Titel, denn „der Titel steht im Weg“. Zeitungsbericht „Werke der Intuition“ zur Retrospektive in der BBK-Galerie im Würzburger Kulturspeicher, erschienen im Herbst 2010

Seine Bilder signierte er meist nur mit „Johnson“.

Detail: die Signatur „Johnson“ in Schwarz auf dem rauen blauen Grund des Bildes „Super Blue Circle Earth“
Signatur auf „Super Blue Circle Earth“, 1990

Epilog

Ronald Edward Johnson starb am 9. April 2020.

Gemälde „Super Blue Circle Earth“: ein großer, reliefartig aufgebauter Kreis in Blau- und Grüntönen auf leuchtend blauem Grund
„Super Blue Circle Earth“, 1990 (laut Angebot). Mischtechnik, pastos auf Leinwand, etwa 49 × 49 cm

„Jeder Mensch besitzt die Fähigkeit, sein Leben und seine Umgebung zum Positiven zu verändern.“

Sein Leitspruch, nach der Traueranzeige der Familie

Raum mit an die Wände gelehnten, gerahmten und ungerahmten Gemälden aus dem Nachlass
Gemälde aus dem Nachlass

Was bleibt

Der Nachlass umfasst nach Angaben des Herausgebers über 700 Werke; schon 2024 sprach der Kunstverein Fulda von mehr als 700. Es sind vor allem abstrakte Gemälde, dazu Skulpturen aus Marmor und Holz und Schmuck. Viele tragen statt eines Titels nur eine Nummer. Zuletzt wohnte er in Gernach.

Skulpturen aus weißem und schwarzem Marmor, dicht nebeneinander gelagert Weiße und schwarze Steinskulpturen im Lager Polierte Skulpturen aus schwarzem und weißem Stein Schwarzer weiblicher Torso auf einem Sockel im Freien

Vier Jahre nach seinem Tod widmete ihm der Kunstverein Fulda zwei Räume der Ausstellung „Farbe trifft Holz“ (1. Mai bis 16. Juni 2024). Zu sehen waren unter anderem das große Gemälde „Explosion“ und die Holzplastiken „Black Lady“ und „Torso“. Seine Witwe Elsbeth Michel‑Johnson hielt eine der Laudationes.

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Verfügbare Werke

Jürgen Wollmann bietet einzelne Originale aus dem Nachlass an. Jedes Werk kann nach Absprache in Schwalmstadt-Treysa besichtigt werden. Merken Sie sich Werke vor und senden Sie eine unverbindliche Kaufanfrage.

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    Auf einen Blick

    Vita und Ausstellungen

    Lebenslauf

    1930
    Geboren am 12. November in Detroit, Michigan; aufgewachsen in St. Louis, Missouri, bei den Großeltern Henry und Ollie McMerty (Volkszählungen 1940 und 1950); die Mutter Idamae lebte ab etwa 1951 in Toledo, Ohio, wo ihr Vater seit etwa 1929 wohnte (Toledo Blade 1954, 1961 und 1996)
    bis 1951
    Sumner High School, St. Louis: 1948 und 1949 im Turnteam (Jahrbücher); Abschluss an der Vashon High School mit der Januar-Klasse 1951, Schülerredner bei der Abschlussfeier am 24. Januar (St. Louis Argus, 19. Januar 1951)
    1951 – 1955
    Studium an der Indiana University, Bloomington, ab Februar 1951 (Abreise aus St. Louis am 30. Januar; St. Louis American, 1. Februar 1951), mit Stipendium (laut Zeitungsbericht 1968); Turner im Universitätsteam, Letterman im Männerturnen 1952, 1953 und 1954 („Glory of Old IU“, 1999, S. 250), 1954 für die NCAA-Meisterschaft in Champaign gemeldet (laut Lokalpresse Zwölfter in zwei Geräten), Balfour Award 1953/54 (Daily Herald-Telephone, 29. Juni 1954); Juli 1952 Heiratslizenz in St. Louis (1956 verheiratet, zwei Kinder); Abschluss als Bachelor of Science in Education am 13. Juni 1955 (Jahrbuch: Fine Arts Education)
    1955 – 1961
    Reserveoffizier der US Army, Ordnance Corps; 1956 Ordnance School, Aberdeen Proving Ground (Maryland); 1957 Oberleutnant in der 578th Ordnance Company, Fort Riley (Kansas); im Dezember 1957 in den Pazifikraum (Korea) versetzt; um 1959 bis 1961 Fort Totten (New York); Januar 1961 Beförderung zum Captain
    1961
    Versetzung nach Deutschland, 88th Ordnance Company in Hanau
    1963 – 1985
    Für die US Army tätig: 1963 Crafts Director in Landstuhl; 1968 Kunstgewerbelehrer in Worms (wohnhaft in Ludwigshafen); spätestens seit Sommer 1969 Leiter der neu renovierten Bastelwerkstatt (Craft Shop) der Special Services in den Ledward Barracks in Schweinfurt nach einem Artikel der European Stars and Stripes vom 25. Dezember 1969; bis 1985 Crafts Director bei der US Army in Schweinfurt, ab 1976 auch Leiter der amerikanischen Abendschule (Zeitungsbericht aus Lendershausen, um 1986)
    um 1974 – um 1998
    Lendershausen bei Hofheim (Haßberge): Wohnung und erstes eigenes Atelier (belegt 1996 und 1998; Quer, 1998: „seit 24 Jahren“)
    1985
    Freischaffender Künstler; daneben verdiente er viele Jahre seinen Lebensunterhalt als Tennislehrer (Zeitungsbericht aus Lendershausen, um 1986)
    1992 – 1995
    Lehre zum Goldschmied bei einem Goldschmiedemeister in Schweinfurt (Main-Post, 30. Oktober 2002)
    ab 1998
    Gernach (Kolitzheim, Landkreis Schweinfurt; Atelier dort spätestens 2002); Mitglied im BBK Unterfranken; laut einer Biografie aus dem Nachlass Ausstellungen in Deutschland und Frankreich
    2000
    Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, erwerben ein Ölbild ohne Titel (132 × 157,5 cm, Inv. KM 1701) als Ankauf aus dem BBK Unterfranken; sein einziges bekanntes Werk in einer öffentlichen Sammlung
    2020
    Gestorben am 9. April in Mainstockheim (Landkreis Kitzingen); letzter Wohnort Gernach

    Ausstellungen und Symposien

    1951 – 1956
    Ausstellungen in Indiana, Kentucky, Missouri und New York (Angabe von 1956)
    1956
    Einzelausstellung, Art Studio des Aberdeen Proving Ground, Maryland, 22. April bis 6. Mai: Holz- und Drahtplastik, Mobiles, Ölmalerei, Schmuck, Töpferei, Weberei (Baltimore Afro-American und Baltimore Sun, 28. April 1956)
    1968
    Erster bekannter deutscher Zeitungsbericht (20. August); laut diesem waren seine Werke bis dahin in Deutschland nie öffentlich ausgestellt
    vor 1978
    Gruppenausstellungen in Pommersfelden (Schloss Weißenstein) und Bad Neustadt an der Saale (eigene Ausstellungsliste); nach einer Notiz aus der Familie wurden in Pommersfelden alle ausgestellten Werke verkauft
    zwischen 1976 und 1985
    Ausstellung im „Haus des Gastes“, Hofheim: Bilder, Schmuck und Holzplastiken an einem Abend (Zeitungsbericht „Ronald E. Johnson ein vielfältiger Künstler“)
    1998
    11. Unterfränkische Kulturtage, Schüttbau Rügheim (Hofheim), 18. bis 26. Juli: sechs Künstler aus dem Landkreis Haßberge, darunter herman de vries, Petro Schiller, Ludwig Heinrich, Gerhard Nerowski und Jannina Hector (Fränkischer Tag, 15. Juli 1998)
    2000
    Jahresausstellung des BBK Unterfranken, Otto-Richter-Kunsthalle, Würzburg, bis 23. Dezember: Schwerpunkt zum 70. Geburtstag mit Holzskulpturen aus Linde und Mahagoni, Leinwandbildern und Hinterglasmalerei
    2002
    Galerie Kirchner, Grünsfeld, 12. April bis 12. Mai: Skulpturen, Gemälde und Grafiken
    2003
    „Licht-Signale“, Glashalle Maininsel, Schweinfurt
    2003
    „Wald und Kunst“, Jägerhäuschen im Wald zwischen Zeil und Bischofsheim, Forstdirektion Eltmann (Juli; Main-Post, 4. und 11. Juli 2003)
    2003
    12. Fürther Kunst-Begegnungen, Stadtmuseum Fürth, Schloss Burgfarrnbach, 27. Juli bis 14. September
    2003
    „Bilder und Skulpturen“, Galerie Schulgasse 18, Eibelstadt, 12. September bis 3. Oktober
    2004
    Teil des Fotoprojekts „Atelierspuren“ von Marion Braun
    2004
    „Zammete“, Markthalle Ostheim vor der Rhön, 24. Juli bis 8. August, Eröffnung der 17. Unterfränkischen Kulturtage
    2005
    Bildhauersymposium am Froschgraben, Tauberbischofsheim, Juli: Die Jury wählte seine Sandsteinfigur für den Ankauf durch die Stadt; sie steht im Stadtgraben
    2006
    BBK-Bildhauersymposion „Zuruf“, Vorplatz des Kulturspeichers Würzburg, 13. bis 22. Juli
    2006
    art club Kunstverein Burgwedel/Isernhagen, Großburgwedel bei Hannover: Eröffnung des neuen Kunstraums am 5. November, gemeinsam mit dem Würzburger Maler Michael Kraus (Nordhannoversche Zeitung, 2. November 2006)
    2007
    Doppelausstellung mit Carlo Catoni, Bad Kissingen
    2007
    1. Lichtenburg-Symposium „Weite – Nähe“, Ostheim vor der Rhön, 2. bis 8. September, mit Jan Polacek, Dierk Berthel, Ortrud Sturm, Steff Bauer und Sören Ernst; die Skulpturen standen danach am Tanzberg
    2007 – 2008
    „Ronald E. Johnson – Bilder & Skulpturen“, Werkstatt Galerie Nordheim am Main, 8. Dezember 2007 bis Ende Februar 2008, Einführung Katharina Winterhalter
    2008
    Kreisgalerie Mellrichstadt: die sechs Pappelholz-Skulpturen des Lichtenburg-Symposiums im Galerie-Garten (Sommer; Main-Post, 16. Mai 2008)
    2008
    Katalog „Ronald Johnson“, Januar 2008: Text Katharina Winterhalter, Fotos Dierk Berthel
    2009
    „50 + XXL“, Landesausstellung des BBK Bayern, Balanstraße 73, München, 8. März bis 5. April
    2010
    „Aus einer Hand“, Retrospektive zum 80. Geburtstag, Kunstverein Tauberbischofsheim, Engel-Saal: Malerei und kleinformatige Skulpturen, 25. September bis 17. Oktober, Eröffnung am 24. September
    2010
    Retrospektive zum 80. Geburtstag, BBK-Galerie im Kulturspeicher Würzburg, 29. Oktober bis 21. November
    2011
    „Ronald Johnson – Malerei“, WeinGalerie, Neue Gasse, Schweinfurt, April bis 18. Juni
    2024
    „Farbe trifft Holz“, Kunstverein Fulda, 1. Mai bis 16. Juni (posthum, mit Ines Britz und Jan Döhrer)
    Jahr unbekannt
    Ausstellung bei ZF Sachs, Schweinfurt (vor 2010)
    Jahr unbekannt
    Umfangreiche Werkschau im Künstlerhaus Würzburg, damals Turmgasse 9, bis 4. Februar (zwei Zeitungsberichte)

    Stimmen zum Werk

    „Der Bildhauer als Maler und der Maler als Bildhauer: Eine faszinierende Sache.“

    Martyna Makarowska, Würzburg, Ende 2000

    „Menschliche Knochenformen und die Tiefe der Farbe Schwarz ziehen Ronald Johnson in ihren Bann.“

    Martyna Makarowska, Würzburg, Ende 2000

    „Er bringt Steine zum Schweben, Bilder in Bewegung, treibt Linien ins Relief.“

    Eva-Suzanne Bayer, Main-Post, 14. September 2003

    Er „spachtelt, kleckert, tropft und träufelt“; die Wirkung sei „fast archaisch“.

    Marion Reinhardt, Fürther Nachrichten, 12. August 2003

    Kontakt

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    Herausgeber

    Jürgen Wollmann, Kunsthändler in Schwalmstadt-Treysa. Er betreut Werke aus dem Nachlass von Ronald Edward Johnson und bereitet das Werkverzeichnis vor. Das Werkverzeichnis wird nicht online veröffentlicht; Auskünfte und Auszüge gibt es auf Anfrage gegen Gebühr.

    Hinweise gesucht

    Wer Johnson kannte, Werke besitzt oder Fotos, Briefe und Erinnerungen hat, wird gebeten, sich zu melden. Jedes Werk, das wir kennen, macht das Werkverzeichnis vollständiger.

    E-Mail: juergen.wollmann@t-online.de
    Telefon: 0171 / 77 07 83 0

    Häufige Fragen

    Wie kommt ein Werk ins Werkverzeichnis?

    Schicken Sie uns über das Formular Fotos der Vorderseite, der Rückseite und der Signatur, dazu Maße und alles, was Sie über die Herkunft wissen. Die Aufnahme ist kostenlos. Sie ist keine Echtheitsbestätigung. Standort und Besitzer veröffentlichen wir nie.

    Woran erkenne ich ein Werk von Johnson?

    Er signierte meist nur mit „Johnson“, in der Regel unten rechts. Typisch sind reliefartige, pastose Oberflächen und geschüttete oder direkt aus der Tube gezogene Linien. Ein sicheres Urteil ist nur am Original möglich.

    Kann ich ein Werk kaufen?

    Ja, die verfügbaren Originale finden Sie im Shop. Senden Sie eine unverbindliche Kaufanfrage; Sie erhalten dann ein persönliches Angebot.

    Leihgaben für Ausstellungen?

    Museen, Kunstvereine und Galerien können Leihgaben aus dem Bestand anfragen.

    Presse und Bildmaterial?

    Fotos von Werken und Dokumenten für Berichte stellen wir auf Anfrage bereit.

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